Fliesen für das Homeoffice

Der neue Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden

Viele Arbeitnehmer sind aufgrund der aktuellen COVID-19 Pandemie vom Büro in ihrer Firma ins private Homeoffice gewechselt. Zunächst ging es hauptsächlich darum, die Ansteckungsgefahr, die mit dem Aufenthalt im Unternehmen verbunden ist, zu vermeiden. Gleichzeitig sollten die Produktionsprozesse am Laufen gehalten werden. Für viele Berufszweige hat sich das Arbeiten von zuhause als alternative Arbeitsweise etabliert. Dieser Wandel betrifft vor allem die sogenannten „Wissensarbeiter“, die viel am Computer arbeiten. Vor der Corona-Krise haben laut Digital Pioneers t3n-Magazin bereits 14% der Arbeitnehmer regelmäßig im Homeoffice gearbeitet (im Vergleich: 26% in Europa) (Quelle: t3n, Ausgabe 60). Die Pandemie hat den Anteil sicherlich noch einmal erheblich ansteigen lassen. Die ersten Konzerne haben bereits ihre Schlüsse daraus gezogen. So arbeiten sämtliche Mitarbeiter des Internet-Entwicklungsunternehmens Automatic, das durch die Plattform WordPress bekannt wurde, extern und das über ca. 50 Länder verteilt! (Quelle: Homeoffice, S.5ff.). Der globale IT-Dienstleister TCS aus Indien kündigte bereits Ende April 2020 an, dass seine Mitarbeiter – aktuell weltweit fast 450.000 – bis 2025 höchstens noch ein Viertel ihrer Zeit im Büro verbringen werden. Siemens gab  im Juli 2020 bekannt, dass zwei bis drei Tage pro Woche mobiles Arbeiten konzernweit zum Standard werden soll – als Kernelement einer „neuen Normalität“. (Quelle: t3n, Ausgabe 61). Auch die Politiker haben die Vorteile der neuen Heimarbeit bereits erkannt; in der Pandemie herrscht daheim ein geringeres  Infektionsrisiko sowie durch weniger Mobilität im Straßenverkehr eine geringere Umweltbelastung. Für Arbeitnehmer bedeutet es gleichzeitig mehr Zeit zur Verfügung zu haben, da Wartezeiten im Stau entfallen.  Die Politik arbeitet daher bereits Empfehlungen aus, dass die Arbeitgeber das Arbeiten von zuhause aus künftig überall ermöglichen sollen, wo es die Tätigkeit zulässt. (Quelle:  „Homeoffice für alle wird schwer“ , „Die Welt“,  21.01.2021). Dieser bedeutende Wandel in der Arbeitswelt hat uns veranlasst, uns mit der idealen Gestaltung des Büros in den eigenen vier Wänden zu beschäftigen.

 

Homeoffice : improvisiert vs. professionell

Die Autorin Anne Zuber schreibt in ihrem Artikel „Neues Arbeiten“ im „Schöner Wohnen“-Magazin, dass es kein Patentrezept gebe, wie wir unser neues Arbeitsumfeld im eigenen Zuhause gestalten, da die Bedingungen und Bedürfnisse einfach zu unterschiedlich seien. Dennoch solle man darüber nachdenken, wie sich das Zuhause verändere, wenn die Trennung daheim von Privaten und Beruf passé ist. Die Befreiung von der Hardware, die man noch vor einigen Jahren benötigte (PC-Tower, Unterlagen, Festnetztelefon), ermöglicht es, sowohl am Küchentisch als auch auf dem Sofa arbeiten zu können. Aber welche Nackenmuskulatur hält das auf Dauer aus? Welche Auswirkungen hat es auf die Beziehung, wenn der Partner auch von zu Hause arbeitet und dabei ständig laut telefoniert? Muss jetzt das Regal, das bei Videokonferenzen immer hinter einem zu sehen ist, umgeräumt werden (Krimis raus, Suhrkamp rein)? Früher oder später wird daher der Wunsch nach einem abgetrennten, separaten Raum immer lauter. Bisher eher wenig genutzte Räume werden neu eingerichtet. Ehemalige Kinderzimmer, deren Bewohner bereits ausgezogen sind, werden umfunktioniert. Bereiche im Keller oder unter dem Dach werden ausgebaut. Unsere Kollegen in unseren Fliesenausstellungen in Iserlohn und Essen im Ruhrgebiet bestätigen ebenfalls, dass bei vielen Neubauten und Haus-Sanierungen, bereits bei der Objektplanung Räume als Büro definiert und dafür Fliesen als Bodenbelag ausgesucht werden. In diesem Blog werden wir eine kleine Auswahl an Fliesen für Ihr zukünftiges Homeoffice vorstellen und einige Tipps geben, was Sie bei der Auswahl beachten sollten.

 

Warum sind Fliesen für Ihr Homeoffice besonders gut geeignet?

Wir möchten im Folgenden nicht auf die allgemeinen Vorteile von keramischen Fliesen eingehen, sondern ausschließlich deren Mehrwert für das Homeoffice darstellen: Ein großer Vorteil von keramischen Bodenfliesen ist zweifellos die hohe Strapazierfähigkeit des Materials. Die Beine bzw. Rollen des Bürostuhls hinterlassen keine unschönen Abdrücke auf dem Belag. Außerdem lassen sich die Bürostühle mit Rollen ideal auf Fliesen bewegen. Die Rollen können weder einsinken noch verfangen sich Teppichflusen darin. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass es wichtig ist, dass man bei mobilen Büromöbeln Hartbodenrollen einsetzen sollte. Diese sind mit einem weicheren Material ummantelt und schützen die Rollen bzw. vermeiden das versehentliche Wegrollen beim Hinsetzen. Damit es nicht zu Verwechselung beim Kauf der Rollen kommt, sind die Hartbodenrollen immer zweifarbig; Rollen für weiche Böden wie Teppichboden dagegen immer einfarbig. Versieht man die Enden der Büromöbel mit einem Filzgleiter oder einem Kunststoffschutz, können sogar Kratzer vermieden werden. Viele Allergiker, die auf Hausstaub reagieren, schätzen die einfache Reinigung von Fliesen. Diese lassen sich einfach absaugen oder wischen. Sicherlich kommt dieses problemlose Staubwischen auch der Lebensdauer der elektronischen Geräte zugute, da Computer, Drucker, Kopierer etc.  quasi den Hausstaub wie ein Magnet anziehen. Haben Sie eventuell die Befürchtung, dass Fliesen auf Dauer zu kalt sind? Auch hier gibt es eine einfache Problemlösung: Die Firma Blanke Systems aus Iserlohn bietet das Fußbodenheizungssystem Permatop mit einer unglaublich niedrigen Gesamtaufbauhöhe schon ab ca.  30mm an! Das Heizungssystem, mit dem im Sommer sogar gekühlt werden kann, wird auf einem bestehenden Estrich verlegt, wodurch Staub vermieden, Kosten verringert und Zeit gewonnen wird. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Anlage extrem schnell reagiert, so dass bereits nach 5 Minuten die Wärme spürbar ist. Blanke bietet zudem eine Anbindung an das Smarthome-System an, so dass die Steuerung bequem von einer App aus erfolgen kann.

Zeitloses Design im Homeoffice: eine XXL-Betonoptikfliese im Format 90x90cm
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Natur im Homeoffice : eine Holzoptikfliese, die perfekt richtiges Parkett nachahmt

Welche Fliesen empfehlen wir für Ihr Homeoffice?

Wenn man die Zeit, die man an einem normalen Arbeitstag in der Firma verbringt, als Maßstab nimmt, wird schnell klar, dass die Auswahl der Fliesen für diesen Raum nicht ganz unwesentlich ist und einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden hat. Zunächst sollte natürlich die Optik der Fliesen gefallen und zur übrigen Einrichtung passen. Wir empfehlen Ihnen, bei der Vielfalt an Fliesenformaten sich immer für das größere Format zu entscheiden. Das größere Format verleiht Ihrem neuen Arbeitsraum eine gewisse Großzügigkeit, und das etwas aufwendige Reinigen der Fugenzwischenräume verringert sich automatisch. Aus dem gleichen Grund sollten Sie rektifizierte Fliesen aus Feinsteinzeug wählen. Die Kanten von rektifizierten Fliesen werden nach dem Brennvorgang in einem weiteren Arbeitsschritt noch einmal nachgeschnitten. Gegenüber Fliesen mit einfachen normal gepressten Kanten weisen rektifizierte Feinsteinzeug-Fliesen eine fast 90 Grad „scharfe“ Kantenausbildung auf. Diese ermöglicht dem Fliesenleger, die Fliesen mit einer schmaleren Fuge zu verlegen. Wenn Sie später Bürostühle mit Rollen verwenden, werden Sie das engere Fugenbild ebenfalls zu schätzen wissen, da es ein über den Fliesenbelag einfaches Hinübergleiten ermöglicht. Im Gegensatz zu Büroräumen in der Firma sind die Vorschriften für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz der Berufsgenossenschaft für Büroräume im Eigenheim nicht gültig (Quelle: Homeoffice – optimal gestalten, Seite 11ff.). Es gibt somit auch keine Vorgabe für eine erforderliche Rutschhemmnis-Klasse im Homeoffice. Wir empfehlen dennoch Fliesen mit einer Rutschhemmnis von R9 oder R10 einzusetzen, um Stürze und Unfälle zu vermeiden. Die Auswahl der Fliesenfarbe und des Designs ist natürlich Ihre individuelle Entscheidung. Um Ablenkungen zu vermeiden und damit produktiver arbeiten zu können, raten wir von allzu bunten oder unruhigen Fliesen ab. Daher sollten Sie sich bei der Auswahl des Bodenfliesen für Ihr Büro eventuell auf minimalistische Betondesigns, auf dezente Naturstein-Nachbildungen wie Marmorimitationen mit feinen Aderungen oder gemäßigte Holzoptiken konzentrieren. Es ist sicherlich ratsam auf extrem dunkle Farben am Boden zu verzichten, da diese zu viel Licht schlucken. Die Psychologin Laura-Marie Schulte aus Dresden betont in einer Reportage „Happy im Homeoffice“ wie wichtig der Faktor Licht bei der Heimarbeit sei. Ihrer Meinung nach sei ausreichende Helligkeit wesentlich für die Konzentration und Motivation bei der Arbeit. Deshalb empfiehlt die Expertin unbedingt Tageslichtlampen einzusetzen. Diese sollen gerade in der dunklen Winterzeit, in der das Schlafhormon Melatonin angeregt wird und müde macht, der aufkommenden Trägheit entgegenwirken. Ein weiterer Vorteil einer neutralen Bodengestaltung ist diesig dadurch ergebende freiere Auswahl bei der Wandfarbe. Der Farbpsychologe Karsten Homann empfiehlt sogar in einem Interview in der Tageszeitung „Die Welt“, die Räume in zwei Richtungen unterschiedlich zu gestalten. So hat man seiner Meinung nach je nach Blickweise eine neue Atmosphäre: Blau schenkt Konzentration und Fokus, während orange oder beige eher die Kreativität fördern. Dieser Vorschlag dürfte in der Praxis nicht immer so leicht umzusetzen. Er wird auch nicht  immer den Geschmacksnerv jedes Einzelnen treffen. Wir tendieren eher dazu, den Arbeitsraum minimalistisch zu gestalten. Daher würden wir auch eine monochrome Wandgestaltung vornehmen. Hier werden starke Farbkontraste bewusst vermiede. Durch eine einheitliche Linie wird eine harmonische Atmosphäre erzeugt. Lieben Sie eher Farbe, wären eventuell Pastelltöne für die Wandgestaltung im Arbeitszimmer eine Überlegung wert. Sanfte Farben wie Flieder, Türkis, oder zartes Rosa sind ideal, um als Frühlingsboten Fröhlichkeit und Frische in den Raum zu bringen. (Quelle: Artikel „Ton in Ton = Trend“ im Magazin „Wohnidee“, Ausgabe 2/21). Sollten Sie auf der Suche nach neuen Ideen und Inspiration sein, so könnten Sie den Gestaltungsvorschlag der Autorin Rachel Aust, die in ihrem Buch „Less“ auf die Gestaltung von minimalistisch geprägten Heimarbeitsplätzen eingeht, umzusetzen. Rachel Aust empfiehlt die Installation von sogenannten „Inspiration Boards“. Diese können unterschiedlich realisiert werden: So kann man großformatige Pinnwände, auf denen Zettel mit Ideen unkompliziert aufgesteckt werden können, anbringen. Oder man kann Wäscheleinen, an denen Fotos mit Klammern befestigt werden, an der Wand spannen. Alternativ ist es möglich, die Wand mit Tafellack zu streichen, so dass auf der Fläche mit Kreide schnell Gedanken festgehalten werden können. Diese Maßnahmen sind leicht und unkompliziert umzusetzen. Ebenso ist die Umgestaltung und die Neuorganisation problemlos. Wir fanden weitere Gestaltungsideen, die die Kreativität im Homeoffice anregen und leicht zu realisieren sind,  in dem Buch „Kreativ Räume“ von Sally Coulthard.

Lassen Sie uns gemeinsam die neue Normalität gestalten !

Fristete in der Vergangenheit das Homeoffice eine eher untergeordnete Rolle, so  wird das Heimbüro in Zukunft immer wichtiger werden. Aufgrund der Pandemie und des Wandels in der Arbeitswelt hat sich diese Einstellung inzwischen noch verstärkt. Somit ist die Gestaltung des Arbeitszimmers in den Focus gerückt. Bedingt durch die riesige Auswahl an Fliesen, ist es unmöglich, alle Fliesen, die für die Gestaltung des Arbeitszimmers in den eigenen vier Wänden in Frage kommen, in diesem Blog darzustellen. Wir haben uns daher entschlossen, nur wenige Beispiele hier aufzuführen und empfehlen Ihnen daher, unsere Fliesenausstellung in Iserlohn und Essen im Ruhrgebiet zu besuchen. Dort bekommen Sie einen guten Überblick über die zahlreichen Gestaltungsmöglichkeiten und Variationen. Unsere Kollegen vor Ort helfen Ihnen dabei gerne, die optimale Bodenfliese für Ihr Homeoffice zu finden.

Quellen

  • Artikel „Remote Work in Zahlen“ im Digital Pioneers t3n-Magazin, Ausgabe 60, S. 50ff.
  • Artikel „New Work und Homeoffice: Grundkurs in Vertrauen“, im Digital Pioneers t3n-Magazin, Ausgabe 61, S.94ff.
  • Artikel „Neues Arbeiten“ von Anna Zuber im „Schöner Wohnen Sonderheft“, Ausgabe „Die Trends 2020/21“, Seite 58
  • Artikel „Homeoffice für alle wird schwer“ in der Tageszeitung „Die Welt“ vom 21. Januar 2021, Seite 9
  • https://blanke-systems.de
  • BGV Berufsgenossenschaftliche Vorschriften für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz undArbeitsmedizin dguv.de
  • Interview „Die falsche Farbe weckt Heißhunger“ mit Karsten Homann, veröffentlicht in der Tageszeitung „Die Welt“ vom 25. Februar 2021, Seite 24
  • „Homeoffice – 120 kreative Lösungen für das Arbeiten zuhause“ von Anna Yudina, 2018 erschienen bei DVA
  • „Homeoffice optimal gestalten“ von Ingrid Britz-Averkamp und Christine Eich-Fangmeier, 2020 erschienen im Haufe-Verlag
  • Artikel „Happy im Homeoffice“ von Nora Dickmann und Laura-Marie Schulte im Magazin „Wohnidee – Wohnen und Leben“, Ausgabe Januar 2021, Seite 35ff.
  • „Less – a visual guide to minimalism” von Rachel Aust, 2018 erschienen im Alpha-Verlag, Seite 124ff.
  • „Kreativräume“ von Sally Coulthard, 2017 erschienen im Christian Verlag
  • Artikel „Ton in Ton = Trend“ von Isabel Finger im Magazin „Wohnidee“, Ausgabe 2/2021 , Seite 69ff.
  • Wir danken unseren Industriepartnern für die Bereitstellung der Fotos.
  • Alle übrigen Fotos sind Eigentum der Rudolph Richter GmbH
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