{"id":1850,"date":"2017-08-02T21:25:23","date_gmt":"2017-08-02T21:25:23","guid":{"rendered":"https:\/\/rudolph-richter.de\/fliesenhandel\/?post_type=project&#038;p=1850"},"modified":"2017-11-23T20:11:48","modified_gmt":"2017-11-23T20:11:48","slug":"butteringfloating","status":"publish","type":"project","link":"https:\/\/rudolph-richter.de\/fliesenhandel\/project\/butteringfloating\/","title":{"rendered":"Buttering-Floating-Fliesenverlegung"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section bb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;3.0.64&#8243; background_color=&#8220;#ffffff&#8220; use_background_color_gradient=&#8220;on&#8220; background_color_gradient_start=&#8220;#ffffff&#8220; background_color_gradient_end=&#8220;#ffffff&#8220;][et_pb_row][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243;][et_pb_image admin_label=&#8220;Fliesenverlegung-Profi-Tipp-Buttering-Floating&#8220; _builder_version=&#8220;3.0.64&#8243; src=&#8220;https:\/\/rudolph-richter.de\/fliesenhandel\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/ProfiTipp_itroV2.jpg&#8220; show_in_lightbox=&#8220;off&#8220; url_new_window=&#8220;off&#8220; use_overlay=&#8220;off&#8220; sticky=&#8220;off&#8220; align=&#8220;left&#8220; always_center_on_mobile=&#8220;on&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220; force_fullwidth=&#8220;off&#8220; alt=&#8220;Buttering Floating Fliesenverlegung Tutorial&#8220; title_text=&#8220;HowTo Fliesenlegen einfach gemacht&#8220; \/][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243;][et_pb_text admin_label=&#8220;Buttering-Floating-Text&#8220; _builder_version=&#8220;3.0.67&#8243; background_layout=&#8220;light&#8220; text_orientation=&#8220;left&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220; background_color=&#8220;#ffffff&#8220; use_background_color_gradient=&#8220;on&#8220; background_color_gradient_start=&#8220;#ffffff&#8220; background_color_gradient_end=&#8220;#ffffff&#8220; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_text_color=&#8220;#000000&#8243;]<\/p>\n<h1>Fliesenverlegung :\u00a0Vollsatt gebettet liegt es (sich) gut !<\/h1>\n<h2><span style=\"color: #000000;\">Verlegung von Fliesen und Platten im Buttering-Floating-Verfahren<\/span><\/h2>\n<div class=\"page\" title=\"Page 1\">\n<div class=\"section\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Die nahezu hohlraumfreie Verlegung von keramischen Bel\u00e4gen ist im Zeitalter von gro\u00dfformatigen Fliesen und Platten mit Formaten bis 3,20 x 1,60 m und Dicken von teilweise nur 3 mm ein st\u00e4ndiges Thema. Es stellt sich h\u00e4ufig die Frage, ab welchen Formaten eine Verlegung im sogenannten \u201eButtering-Floating-Verfahren\u201c auch bekannt als \u201eKombiniertes Verfahren\u201c, erforderlich ist. Unabh\u00e4ngig vom Fliesenformat, Mosaikbel\u00e4ge ausgenommen, sollen hoch beanspruchte Bel\u00e4ge und Au\u00dfenfl\u00e4chen immer in dieser Verlegeweise hergestellt werden. Zu beobachten ist aber, dass die konkrete Anwendung in Fachgremien kontrovers diskutiert wird. Die Erfahrung von vielen Baustellen zeigt, dass es selbst in Kreisen erfahrener Sachverst\u00e4ndiger mit langer Berufserfahrung zur genauen Ausf\u00fchrung des Buttering-Floating-Verfahrens sehr unterschiedliche und z. T. gegens\u00e4tzliche Ansichten gibt. W\u00e4hrend manche bereits eine d\u00fcnne, scharf abgezogene Kratzspachtelung auf der R\u00fcckseite der Fliesen als ausreichend ansehen, propagieren andere unterschiedliche Zahnungen in parallel aufgezogener Richtung, wieder andere halten ein jeweils um 90\u00b0 aufgezogenes Kammbett f\u00fcr sinnvoll. Zudem sieht man h\u00e4ufig in \u201eangenehm nutzerfreundlichen B\u00f6gen\u201c aufgezogene Zahnungen. Welche dieser Herangehensweisen ergibt aber eine weitestgehend hohlraumfreie Bettung der Fliesen? Eignen sich daf\u00fcr alle Verfahren f\u00fcr alle Formate? Oder sind gewisse Methoden f\u00fcr bestimmte Anwendungsbereiche m\u00f6glicherweise sogar ungeeignet?<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 1\">\n<div class=\"section\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Bei der t\u00e4glichen Arbeit auf der Baustelle werfen sich somit immer wieder die gleichen Fragen auf: Ab welchem Format muss das Buttering-Floating-Verfahren, unabh\u00e4ngig von der Belagsbeanspruchung, angewendet werden? Was bedeutet eigentlich eine \u201enahezu hohlraumfreie Verlegung\u201c und ist diese Forderung \u00fcberhaupt praktisch darstellbar?<\/p>\n<p>Im Rahmen von Laborversuchen wurde dieses Thema beurteilt, um dem Verleger auf der Baustelle ein \u201eR\u00fcstzeug an die Hand\u201c geben zu k\u00f6nnen, wie bestm\u00f6gliche Ergebnisse zu erzielen sind.<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 2\">\n<div class=\"section\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Das Buttering-Floating-Verfahren wird laut DIN 18157 Teil 1 (Stand Juli 1979) bzw. DIN 18157 Teil 3 (Stand April 1986) f\u00fcr hoch beanspruchte Bereiche wie z. B. in Schwimmbecken oder Au\u00dfen \u00e4chen gefordert. Grunds\u00e4tzlich sollen aber alle in irgendeiner Form hoch beanspruchten Bel\u00e4ge in diesem Verfahren m\u00f6glichst hohlraumfrei verlegt werden. Aufgrund der erh\u00f6hten, z. B. thermischen oder mechanischen Beanspruchung dieser Bel\u00e4ge muss eine nahezu vollst\u00e4ndige Anhaftung der Fliesen sichergestellt sein, damit Besch\u00e4digungen durch die Nutzung minimiert werden k\u00f6nnen. Der Anwendungsfall ist somit ausreichend definiert.<\/p>\n<p>Die eigentliche praktische Ausf\u00fchrung des Verfahrens l\u00e4sst hingegen Fragen offen. Dies resultiert daraus, dass das \u201eFloating-Verfahren\u201c in der Norm zwar detailliert wie folgt beschrieben wird: \u201eDer Fliesenkleber soll gleichm\u00e4\u00dfig mit einer geeigneten Zahnspachtel auf den Untergrund aufgetragen werden\u201c, im Gegenzug das \u201eButtering-Verfahren\u201c aber deutlichen Interpretationsspielraum l\u00e4sst. Hierzu hei\u00dft es sinngem\u00e4\u00df nur, dass der Verlegem\u00f6rtel gleichm\u00e4\u00dfig auf die Fliesenr\u00fcckseite aufzutragen sei. Der Hinweis, in welcher Art und Weise dies zu erfolgen hat, fehlt an dieser Stelle. Es bleibt also jedem selbst \u00fcberlassen, wie das bestm\u00f6gliche Ergebnis erreicht wird oder besser gesagt: Es gibt nicht nur eine Methode, die immer am besten geeignet ist. Sinnvollerweise l\u00e4sst die Norm dem Fachhandwerker einen Verarbeitungsspielraum.<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 2\">\n<div class=\"section\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>\u00a0Es kann also keine pauschale Aussage geben, welche Vorgehensweise die Richtige ist. Die Verlegeart ist immer auf die vorhandenen Bedingungen anzupassen \u2013 Untergrundbeschaffenheit, Fliesenformat, r\u00fcckseitige Profilierung der Fliesen und die Wahl des Verlegem\u00f6rtels. Als Alternative zum Buttering-Floating-Verfahren wird hin und wieder auch eine Verlegung mit Flie\u00dfbettm\u00f6rteln empfohlen, die dann das Buttering- Floating-Verfahren ersetzen sollen. Es empfiehlt sich aber auch dann, gerade wenn gro\u00dfformatige Fliesen mit Kantenl\u00e4ngen &gt; 50 cm eingebaut werden sollen, zus\u00e4tzlich im Buttering-Floating-Verfahren zu arbeiten. Aber unabh\u00e4ngig davon, welches Verfahren im Endeffekt gew\u00e4hlt wird, das Ziel soll bei allen Varianten das Gleiche sein &#8211; eine nahezu hohlraumfreie Verlegung.<\/p>\n<p>Im Laborversuch wurden Fliesen in den Formaten 11,5 x 24 cm, 30 x 30 cm, 45 x 45 cm und 60 x 60 cm mit unterschiedlichen Dicken und r\u00fcckseitigen Profilierungen mit verschiedenen Zahnspachteln mit einem Profikleber der Klasse C2 TE S1 gem\u00e4\u00df DIN EN 12004 auf einem Zementestrich verklebt. Im Vorfeld wurden dazu die g\u00e4ngigsten Verlegarten des Buttering-Floating-Verfahren ausgew\u00e4hlt und im Versuch dann f\u00fcr jedes einzelne Fliesenformat angewendet.\u00a0Dabei gilt anzumerken, dass die verschiedenen Fliesenformate mit einer unterschiedlichen r\u00fcckseitigen Profilierung ausgestattet waren, was schon eine unterschiedliche Kleberdicke beim Auftragen des D\u00fcnnbettm\u00f6rtels zur Folge hatte.\u00a0Der Untergrund bestand aus einem grundierten, zement\u00e4ren, ebenfl\u00e4chigen Flie\u00dfestrich. Als Verlegem\u00f6rtel wurde ein Profikleber der Klasse C2 TE S1 gem\u00e4\u00df DIN EN 12004 angemischt in D\u00fcnnbettkonsistenz mit mittlerer Wasserzugabe eingesetzt.<\/p>\n<p>Die Fliesen wurden vor dem Verkleben r\u00fcckseitig eingewachst, damit sie nach dem Erh\u00e4rten des Fliesenklebers besch\u00e4digungsfrei wieder entfernt werden konnten. Als Ergebnis war die dadurch freigelegte Oberfl\u00e4che der Kleberschicht durch eine rein optische Pr\u00fcfung jedoch nicht aussagekr\u00e4ftig zu bewerten. Fast alle Proben zeigten ein \u00e4hnliches Bild und waren augenscheinlich weitestgehend vollfl\u00e4chig bzw. hohlraumfrei verlegt. Erst durch ein Abschleifen des D\u00fcnnbettm\u00f6rtels um ca. 1 \u2013 2 mm konnten dann die freigelegten Hohlr\u00e4ume bewertet werden. Dabei konnte ein deutliches qualitatives Gef\u00e4lle in der Vollfl\u00e4chigkeit der Bettungen, in Abh\u00e4ngigkeit des Kleberauftrags sowie der Fliesenformate festgestellt werden.<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 3\">\n<div class=\"section\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Die besten Ergebnisse wurden eindeutig durch einen parallelen Auftrag des Fliesenklebers auf dem Untergrund und der Fliesenr\u00fcckseite erzielt. Trotzdem konnte auch damit nat\u00fcrlich keine absolut hohlraumfreie Bettung erzeugt werden, wie dies manchmal gefordert wird. Der M\u00f6rtelauftrag \u00fcber Kreuz hatte gar zur Folge, dass ca. 40 &#8211; 50 % Hohlr\u00e4ume im Kleberbett vorhanden waren, Tendenz mit wachsendem Fliesenformat deutlich steigend. Eine r\u00fcckseitige Kratzspachtelung auf den Fliesen erzielte nur bei einer sehr starken Profilierung des Scherbens eine ausreichend vollfl\u00e4chige Kleberbettung. Bei wenig profilierten Fliesenr\u00fcckseiten hatte die Kratzspachtelung nahezu keinen Einfluss auf die Vollfl\u00e4chigkeit der Kleberbettung, weil die absolute Klebermenge unter der Fliese nur unwesentlich erh\u00f6ht wurde.<\/p>\n<p>Eine entscheidende Frage war, welcher Grad der r\u00fcckseitigen Benetzung als m\u00f6glichst vollfl\u00e4chig anzusehen ist und vor allem, was auch tats\u00e4chlich realistisch auf der Baustelle darstellbar ist. Vor der Auswertung der Ergebnisse musste somit eine Festlegung getroffen werden, was es eigentlich bedeutet, Fliesen \u201eweitestgehend hohlraumfrei\u201c zu verlegen. Es gibt, Stand heute, kein Regelwerk, das hierzu eine genaue Festlegung trifft. Lediglich die heute nicht mehr g\u00fcltige DIN 18156 Teil 2 &#8211; Stoffe f\u00fcr keramische Bekleidungen im D\u00fcnnbettverfahren hatte f\u00fcr eine Fliesenverlegung im \u201eFloating-Verfahren\u201c eine Kontaktfl\u00e4che zwischen Kleber und Fliese von 65% im Laborversuch gefordert. Die besagte Norm wurde aber bereits durch die DIN EN 12004 ersetzt, in der es diesen Hinweis nicht mehr gibt. Zudem bezieht sich die Norm ausschlie\u00dflich auf Pr\u00fcfungen im Labor. Die Erfahrung zeigt, dass eine absolut hohlraumfreie Verlegung nicht realisierbar ist und eine solche Forderung unrealistisch ist. Als Richtwert wird in Fachkreisen h\u00e4ufig eine Bettung von mindestens 90% im Buttering-Floating-Verfahren genannt, die auch als praxisgerecht anzusehen und auf der Baustelle umsetzbar ist. Dieser Ansatz wurde im praxisgerechten Laborversuch auch best\u00e4tigt.<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 4\">\n<div class=\"section\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Zusammenfassend k\u00f6nnen einige wichtige Feststell\u00adungen gemacht werden:<\/p>\n<p>1. Lediglich eine d\u00fcnne Kratzspachtelung auf der Fliesenr\u00fcckseite aufzutragen, reicht in vielen F\u00e4llen nicht aus. Gerade, wenn die Fliesenr\u00fcckseite unpro\u00adfiliert ist, hat diese Vorgehensweise nahezu keinen Einfluss auf die Vollfl\u00e4chigkeit der Kleberbettung bzw. die Anhaftung der Fliesen am Untergrund. Sollte die Fliesenr\u00fcckseite nur glatt abgespachtelt werden, wie dies h\u00e4ufig bei kleineren Formaten praktiziert wird, sollte auf einen ausreichend dicken Kleberauftrag geachtet werden. Wenn keine ausreichende Kleber\u00admenge unter der Fliese vorhanden ist, k\u00f6nnen Hohl\u00adr\u00e4ume nicht zielsicher reduziert werden.<\/p>\n<p>2. Es hat sich gezeigt, dass die Ergebnisse erheblich verbessert werden k\u00f6nnen, wenn die Fliesen unter Druck diagonal in das Kleberbett eingeschoben wer\u00adden. Das baustellen\u00fcbliche \u201eEinwackeln\u201c der Fliesen in das Kleberbett oder der Einsatz eines Gummihammers erzielten merklich schlechtere Resultate, da die eingeschlossene Luft unter den Fliesen nicht heraus\u00ad gedr\u00fcckt werden kann.<\/p>\n<p>3. Gro\u00dfe Fliesenformate, gerade die \u00fcber 60 cm Kantenl\u00e4nge, werden sicherer verlegt, wenn der Kle\u00adberauftrag auf dem Untergrund sowie der Fliesen\u00adr\u00fcckseite parallel erfolgt. Diese Herangehensweise ist insbesondere bei den heutigen, d\u00fcnnschichtigen \u201eSuperformaten\u201c als \u00e4u\u00dferst wichtig anzusehen, da die Fliesen aufgrund ihrer Gr\u00f6\u00dfe nicht mehr in das Kleberbett eingeschoben werden k\u00f6nnen, sondern stattdessen lediglich angepresst werden. Fest steht, dass eine weitestgehend hohlraumfreie Kleberbet\u00adtung mit steigendem Fliesenformat schwieriger her\u00adzustellen ist, als bei Kleinformaten.<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 4\">\n<div class=\"section\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>4. Bei einem im 90\u00b0 Winkel versetztem Kleberauftrag zeigten die Verlegeversuche, dass das kombinierte Ver\u00adfahren auch deutliche Hohlr\u00e4ume bilden kann. Mit der Folge, dass sich, bezogen auf die Fl\u00e4che der Fliese, auch die Haftungskr\u00e4fte reduzieren. Diese Technik ist daher abzulehnen.<\/p>\n<p>5. Die Verwendung ausreichend gro\u00dfer Zahnkellen ist f\u00fcr eine m\u00f6glichst hohlraumfreie Bettung obligato\u00adrisch. Im Zweifel empfiehlt es sich, zur gr\u00f6\u00dferen Zahn\u00adkelle zu greifen.<\/p>\n<p>Die Versuche zeigten positive Effekte bei der Verwen\u00addung unterschiedlicher Zahngr\u00f6\u00dfen auf Plattenr\u00fcck\u00adseite und Untergrund. Somit kann verhindert werden, dass die Kleberstege im ung\u00fcnstigsten Fall direkt \u00fcber\u00adeinander stehen und die Anhaftung der Fliese dann nur ca. 50% betr\u00e4gt. Die kleinere Zahnung sollte dabei auf der Fliesenr\u00fcckseite aufgezogen werden, wodurch eine Gewichtsreduzierung der Platten bei der Verlegung her\u00advorgerufen wird. Die Wahl der richtigen Zahnspachtel liegt im Verantwortungsbereich des Fliesenlegers und muss von Fall zu Fall, in Abh\u00e4ngigkeit der Fliesen\u00ad und Untergrundbeschaffenheit, immer wieder aufs Neue gepr\u00fcft und ggf. angepasst werden.<\/p>\n<p>6. Flie\u00dfbettm\u00f6rtel schaffen aufgrund ihrer Konsistenz eine Bettung mit vergleichsweise geringerem Hohl\u00adraumanteil bei Anwendung im Floating\u00ad-Verfahren, k\u00f6n\u00adnen aber gerade in Schwimmb\u00e4dern, in Au\u00dfenberei\u00adchen und bei gro\u00dfen Formaten das Buttering\u00ad-Floating\u00ad Verfahren nicht ersetzen! Trotzdem leisten sie einen wertvollen Beitrag im Hinblick auf eine Erleichterung der Verlegung. Insofern f\u00fchren bei Bodenverlegungen D\u00fcnnbettm\u00f6rtel mit Flie\u00dfbetteigenschaften, in Kombi\u00adnation mit einem ad\u00e4quaten Buttering\u00ad-Floating\u00ad-Ver\u00adfahren, zu einer hochwertigen und sicheren Verlegung.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243;][et_pb_image admin_label=&#8220;Buttering-Floating-Bild&#8220; _builder_version=&#8220;3.0.64&#8243; src=&#8220;https:\/\/rudolph-richter.de\/fliesenhandel\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Sopro-Fliesenverlegung-howto.jpg&#8220; show_in_lightbox=&#8220;off&#8220; url_new_window=&#8220;off&#8220; use_overlay=&#8220;off&#8220; sticky=&#8220;on&#8220; align=&#8220;center&#8220; always_center_on_mobile=&#8220;on&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220; force_fullwidth=&#8220;off&#8220; alt=&#8220;Fliesenverlegung Profi Tipps von der Firma Sopro &#8220; title_text=&#8220;Buttering Floating&#8220; \/][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243;][et_pb_text admin_label=&#8220;Buttering-Floating-Fazit-Text&#8220; _builder_version=&#8220;3.0.67&#8243; background_layout=&#8220;light&#8220; text_orientation=&#8220;left&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_text_color=&#8220;#000000&#8243;]<\/p>\n<h2><span style=\"color: #000000;\">Buttering-Floating Fliesenverlegung : Das Fazit<\/span><\/h2>\n<p>1. Lediglich eine d\u00fcnne Kratzspachtelung auf der Fliesenr\u00fcckseite aufzutragen, reicht in vielen F\u00e4llen nicht aus. Gerade, wenn die Fliesenr\u00fcckseite unpro\u00adfiliert ist, hat diese Vorgehensweise nahezu keinen Einfluss auf die Vollfl\u00e4chigkeit der Kleberbettung bzw. die Anhaftung der Fliesen am Untergrund. Sollte die Fliesenr\u00fcckseite nur glatt abgespachtelt werden, wie dies h\u00e4ufig bei kleineren Formaten praktiziert wird, sollte auf einen ausreichend dicken Kleberauftrag geachtet werden. Wenn keine ausreichende Kleber\u00admenge unter der Fliese vorhanden ist, k\u00f6nnen Hohl\u00adr\u00e4ume nicht zielsicher reduziert werden.<\/p>\n<p>2. Es hat sich gezeigt, dass die Ergebnisse erheblich verbessert werden k\u00f6nnen, wenn die Fliesen unter Druck diagonal in das Kleberbett eingeschoben wer\u00adden. Das baustellen\u00fcbliche \u201eEinwackeln\u201c der Fliesen in das Kleberbett oder der Einsatz eines Gummiham\u00ad mers erzielten merklich schlechtere Resultate, da die eingeschlossene Luft unter den Fliesen nicht heraus\u00ad gedr\u00fcckt werden kann.<\/p>\n<p>3. Gro\u00dfe Fliesenformate, gerade die \u00fcber 60 cm Kantenl\u00e4nge, werden sicherer verlegt, wenn der Kle\u00adberauftrag auf dem Untergrund sowie der Fliesen\u00adr\u00fcckseite parallel erfolgt. Diese Herangehensweise ist insbesondere bei den heutigen, d\u00fcnnschichtigen \u201eSuperformaten\u201c als \u00e4u\u00dferst wichtig anzusehen, da die Fliesen aufgrund ihrer Gr\u00f6\u00dfe nicht mehr in das Kleberbett eingeschoben werden k\u00f6nnen, sondern stattdessen lediglich angepresst werden. Fest steht, dass eine weitestgehend hohlraumfreie Kleberbet\u00adtung mit steigendem Fliesenformat schwieriger her\u00adzustellen ist, als bei Kleinformaten.<\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 4\">\n<div class=\"section\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>4. Bei einem im 90\u00b0 Winkel versetztem Kleberauftrag zeigten die Verlegeversuche, dass das kombinierte Ver\u00adfahren auch deutliche Hohlr\u00e4ume bilden kann. Mit der Folge, dass sich, bezogen auf die Fl\u00e4che der Fliese, auch die Haftungskr\u00e4fte reduzieren. Diese Technik ist daher abzulehnen.<\/p>\n<p>5. Die Verwendung ausreichend gro\u00dfer Zahnkellen ist f\u00fcr eine m\u00f6glichst hohlraumfreie Bettung obligato\u00adrisch. Im Zweifel empfiehlt es sich, zur gr\u00f6\u00dferen Zahn\u00adkelle zu greifen.<\/p>\n<p>Die Versuche zeigten positive Effekte bei der Verwen\u00addung unterschiedlicher Zahngr\u00f6\u00dfen auf Plattenr\u00fcck\u00adseite und Untergrund. Somit kann verhindert werden, dass die Kleberstege im ung\u00fcnstigsten Fall direkt \u00fcber\u00adeinander stehen und die Anhaftung der Fliese dann nur ca. 50% betr\u00e4gt. Die kleinere Zahnung sollte dabei auf der Fliesenr\u00fcckseite aufgezogen werden, wodurch eine Gewichtsreduzierung der Platten bei der Verlegung her\u00advorgerufen wird. Die Wahl der richtigen Zahnspachtel liegt im Verantwortungsbereich des Fliesenlegers und muss von Fall zu Fall, in Abh\u00e4ngigkeit der Fliesen\u00ad und Untergrundbeschaffenheit, immer wieder aufs Neue gepr\u00fcft und ggf. angepasst werden.<\/p>\n<p>6. Flie\u00dfbettm\u00f6rtel schaffen aufgrund ihrer Konsistenz eine Bettung mit vergleichsweise geringerem Hohl\u00adraumanteil bei Anwendung im Floating\u00ad-Verfahren, k\u00f6n\u00adnen aber gerade in Schwimmb\u00e4dern, in Au\u00dfenberei\u00adchen und bei gro\u00dfen Formaten das Buttering\u00ad-Floating\u00ad Verfahren nicht ersetzen! Trotzdem leisten sie einen wertvollen Beitrag im Hinblick auf eine Erleichterung der Verlegung. Insofern f\u00fchren bei Bodenverlegungen D\u00fcnnbettm\u00f6rtel mit Flie\u00dfbetteigenschaften, in Kombi\u00adnation mit einem ad\u00e4quaten Buttering\u00ad-Floating\u00ad-Ver\u00adfahren, zu einer hochwertigen und sicheren Verlegung.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][et_pb_row][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243;][et_pb_text admin_label=&#8220;Copyright-Hinweis&#8220; _builder_version=&#8220;3.0.67&#8243; background_color=&#8220;#ffffff&#8220; use_background_color_gradient=&#8220;on&#8220; background_color_gradient_start=&#8220;#ffffff&#8220; background_color_gradient_end=&#8220;#ffffff&#8220; background_layout=&#8220;light&#8220; text_orientation=&#8220;center&#8220; text_font_size=&#8220;10&#8243; border_style=&#8220;solid&#8220; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; header_text_color=&#8220;#000000&#8243;]<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Wir danken Herrn Sebastian Kammerer f\u00fcr die Ausarbeitung und der Firma SOPRO (<a href=\"https:\/\/www.sopro.com\/de-de\/\">www.sopro.com<\/a>) f\u00fcr die Bereitstellung.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">(c) 2016 by Sopro Bauchemie GmbH, Wiesbaden<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><div class=\"et_pb_row et_pb_row_0 et_pb_row_empty\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_row et_pb_row_1 et_pb_row_empty\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div> Fliesenverlegung :\u00a0Vollsatt gebettet liegt es (sich) gut ! Verlegung von Fliesen und Platten im Buttering-Floating-Verfahren Die nahezu hohlraumfreie Verlegung von keramischen Bel\u00e4gen ist im Zeitalter von gro\u00dfformatigen Fliesen und Platten mit Formaten bis 3,20 x 1,60 m und Dicken von teilweise nur 3 mm ein st\u00e4ndiges Thema. Es stellt sich h\u00e4ufig die Frage, ab [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1902,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<h1>Vollsatt gebettet liegt es (sich) gut!<\/h1><h3>Verlegung von Fliesen und Platten im Buttern-Floating-Verfahren<\/h3><div class=\"page\" title=\"Page 1\"><div class=\"section\"><div class=\"layoutArea\"><div class=\"column\"><p>Die nahezu hohlraumfreie Verle- gung von keramischen Bel\u00e4gen ist im Zeitalter von gro\u00dfformatigen Fliesen und Platten mit Forma- ten bis 3,20 x 1,60 m und Dicken von teilweise nur 3 mm ein st\u00e4n- diges Thema. Es stellt sich h\u00e4ufig die Frage, ab welchen Formaten eine Verlegung im sogenannten \u201eButtering-Floating-Verfahren\u201c auch bekannt als \u201eKombinier- tes Verfahren\u201c, erforderlich ist. Unabh\u00e4ngig vom Fliesenformat, Mosaikbel\u00e4ge ausgenommen, sol- len hoch beanspruchte Bel\u00e4ge und Au\u00dfenfl\u00e4chen immer in dieser Verlegeweise hergestellt werden. Zu beobachten ist aber, dass die konkrete Anwendung in Fachgremien kontrovers diskutiert wird. Die Erfahrung von vielen Baustellen zeigt, dass es selbst in Kreisen erfahrener Sachverst\u00e4n- diger mit langer Berufserfahrung zur genauen Ausf\u00fchrung des But- tering-Floating-Verfahrens sehr unterschiedliche und z. T. gegen- s\u00e4tzliche Ansichten gibt.<\/p><div class=\"page\" title=\"Page 1\"><div class=\"section\"><div class=\"layoutArea\"><div class=\"column\"><p>W\u00e4hrend manche bereits eine d\u00fcnne, scharf abgezogene Kratz- spachtelung auf der R\u00fcckseite der Fliesen als ausreichend anse- hen, propagieren andere unterschiedliche Zahnungen in parallel aufgezogener Richtung, wieder andere halten ein jeweils um 90\u00b0 aufgezogenes Kammbett f\u00fcr sinnvoll. Zudem sieht man h\u00e4u g in \u201eangenehm nutzerfreundlichen B\u00f6gen\u201c aufgezogene Zahnungen. Welche dieser Herangehensweisen ergibt aber eine weitestgehend hohlraumfreie Bettung der Fliesen? Eignen sich daf\u00fcr alle Verfah- ren f\u00fcr alle Formate? Oder sind gewisse Methoden f\u00fcr bestimmte Anwendungsbereiche m\u00f6glicherweise sogar ungeeignet?<\/p><p>Bei der t\u00e4glichen Arbeit auf der Baustelle werfen sich somit immer wieder die gleichen Fragen auf: Ab welchem Format muss das Buttering-Floating-Verfahren, unabh\u00e4ngig von der Belagsbean- spruchung, angewendet werden? Was bedeutet eigentlich eine \u201enahezu hohlraumfreie Verlegung\u201c und ist diese Forderung \u00fcber- haupt praktisch darstellbar?<\/p><p>Im Rahmen von Laborversuchen wurde dieses Thema beurteilt, um dem Verleger auf der Baustelle ein \u201eR\u00fcstzeug an die Hand\u201c geben zu k\u00f6nnen, wie bestm\u00f6gliche Ergebnisse zu erzielen sind.<\/p><div class=\"page\" title=\"Page 2\"><div class=\"section\"><div class=\"layoutArea\"><div class=\"column\"><p>Das Buttering-Floating-Verfahren wird laut DIN 18157 Teil 1 (Stand Juli 1979) bzw. DIN 18157 Teil 3 (Stand April 1986) f\u00fcr hoch beanspruchte Bereiche wie z. B. in Schwimmbecken oder Au\u00dfen \u00e4chen gefordert. Grunds\u00e4tzlich sollen aber alle in irgendeiner Form hoch beanspruchten Bel\u00e4ge in diesem Verfahren m\u00f6glichst hohlraumfrei verlegt werden. Aufgrund der erh\u00f6hten, z. B. thermischen oder mechanischen Beanspruchung dieser Bel\u00e4ge muss eine nahezu voll- st\u00e4ndige Anhaftung der Fliesen sichergestellt sein, damit Besch\u00e4digungen durch die Nutzung minimiert werden k\u00f6nnen. Der Anwendungsfall ist somit aus- reichend de niert.<\/p><p>Die eigentliche praktische Ausf\u00fchrung des Verfah- rens l\u00e4sst hingegen Fragen offen. Dies resultiert dar- aus, dass das \u201eFloating-Verfahren\u201c in der Norm zwar detailliert wie folgt beschrieben wird: \u201eDer Fliesen- kleber soll gleichm\u00e4\u00dfig mit einer geeigneten Zahn- spachtel auf den Untergrund aufgetragen werden\u201c, im Gegenzug das \u201eButtering-Verfahren\u201c aber deut- lichen Interpretationsspielraum l\u00e4sst. Hierzu hei\u00dft es sinngem\u00e4\u00df nur, dass der Verlegem\u00f6rtel gleichm\u00e4\u00dfig auf die Fliesenr\u00fcckseite aufzutragen sei. Der Hinweis, in welcher Art und Weise dies zu erfolgen hat, fehlt an dieser Stelle. Es bleibt also jedem selbst \u00fcberlas- sen, wie das bestm\u00f6gliche Ergebnis erreicht wird oder besser gesagt: Es gibt nicht nur eine Methode, die immer am besten geeignet ist. Sinnvollerweise l\u00e4sst die Norm dem Fachhandwerker einen Verarbei- tungsspielraum.<\/p><div class=\"page\" title=\"Page 2\"><div class=\"section\"><div class=\"layoutArea\"><div class=\"column\"><p>Es kann also keine pauschale Aussage geben, wel- che Vorgehensweise die Richtige ist. Die Verlegeart ist immer auf die vorhandenen Bedingungen anzupassen \u2013 Untergrundbeschaffenheit, Fliesenformat, r\u00fccksei- tige Pro lierung der Fliesen und die Wahl des Verle- gem\u00f6rtels. Als Alternative zum Buttering-Floating-Ver- fahren wird hin und wieder auch eine Verlegung mit Flie\u00dfbettm\u00f6rteln empfohlen, die dann das Buttering- Floating-Verfahren ersetzen sollen. Es emp ehlt sich aber auch dann, gerade wenn gro\u00dfformatige Fliesen mit Kantenl\u00e4ngen > 50 cm eingebaut werden sollen, zus\u00e4tzlich im Buttering-Floating-Verfahren zu arbeiten. Aber unabh\u00e4ngig davon, welches Verfahren im End- effekt gew\u00e4hlt wird, das Ziel soll bei allen Varianten das Gleiche sein - eine nahezu hohlraumfreie Verlegung.<\/p><p>Im Laborversuch wurden Fliesen in den Formaten 11,5 x 24 cm, 30 x 30 cm, 45 x 45 cm und 60 x 60 cm mit unterschiedlichen Dicken und r\u00fcckseitigen Pro lierungen mit verschiedenen Zahnspachteln mit einem Pro kleber der Klasse C2 TE S1 gem\u00e4\u00df DIN EN 12004 auf einem Zementestrich verklebt. Im Vorfeld wurden dazu die g\u00e4ngigsten Verlegarten des Butte- ring-Floating-Verfahren ausgew\u00e4hlt und im Versuch dann f\u00fcr jedes einzelne Fliesenformat angewendet.<\/p><p>Dabei gilt anzumerken, dass die verschiedenen Flie- senformate mit einer unterschiedlichen r\u00fcckseitigen Pro lierung ausgestattet waren, was schon eine unterschiedliche Kleberdicke beim Auftragen des D\u00fcnnbettm\u00f6rtels zur Folge hatte.<\/p><p>Der Untergrund bestand aus einem grundierten, zement\u00e4ren, eben \u00e4chigen Flie\u00dfestrich. Als Verle- gem\u00f6rtel wurde ein Pro kleber der Klasse C2 TE S1 gem\u00e4\u00df DIN EN 12004 angemischt in D\u00fcnnbettkon- sistenz mit mittlerer Wasserzugabe eingesetzt.<\/p><p>Die Fliesen wurden vor dem Verkleben r\u00fcckseitig ein- gewachst, damit sie nach dem Erh\u00e4rten des Fliesen- klebers besch\u00e4digungsfrei wieder entfernt werden konnten. Als Ergebnis war die dadurch freigelegte Ober \u00e4che der Kleberschicht durch eine rein opti- sche Pr\u00fcfung jedoch nicht aussagekr\u00e4ftig zu bewer- ten. Fast alle Proben zeigten ein \u00e4hnliches Bild und waren augenscheinlich weitestgehend voll \u00e4chig bzw. hohlraumfrei verlegt. Erst durch ein Abschlei- fen des D\u00fcnnbettm\u00f6rtels um ca. 1 \u2013 2 mm konnten dann die freigelegten Hohlr\u00e4ume bewertet werden. Dabei konnte ein deutliches qualitatives Gef\u00e4lle in der Voll \u00e4chigkeit der Bettungen, in Abh\u00e4ngigkeit des Kleberauftrags sowie der Fliesenformate festge- stellt werden.<\/p><div class=\"page\" title=\"Page 3\"><div class=\"section\"><div class=\"layoutArea\"><div class=\"column\"><p>Die besten Ergebnisse wurden eindeutig durch einen parallelen Auftrag des Fliesenklebers auf dem Unter- grund und der Fliesenr\u00fcckseite erzielt. Trotzdem konnte auch damit nat\u00fcrlich keine absolut hohl- raumfreie Bettung erzeugt werden, wie dies manch- mal gefordert wird. Der M\u00f6rtelauftrag \u00fcber Kreuz hatte gar zur Folge, dass ca. 40 - 50 % Hohlr\u00e4ume im Kleberbett vorhanden waren, Tendenz mit wach- sendem Fliesenformat deutlich steigend. Eine r\u00fcck- seitige Kratzspachtelung auf den Fliesen erzielte nur bei einer sehr starken Pro lierung des Scherbens eine ausreichend voll \u00e4chige Kleberbettung. Bei wenig pro lierten Fliesenr\u00fcckseiten hatte die Kratzspach- telung nahezu keinen Ein uss auf die Voll \u00e4chigkeit der Kleberbettung, weil die absolute Klebermenge unter der Fliese nur unwesentlich erh\u00f6ht wurde.<\/p><p>Eine entscheidende Frage war, welcher Grad der r\u00fcckseitigen Benetzung als m\u00f6glichst voll \u00e4chig anzusehen ist und vor allem, was auch tats\u00e4chlich realistisch auf der Baustelle darstellbar ist. Vor der Auswertung der Ergebnisse musste somit eine Festle- gung getroffen werden, was es eigentlich bedeutet, Fliesen \u201eweitestgehend hohlraumfrei\u201c zu verlegen. Es gibt, Stand heute, kein Regelwerk, das hierzu eine genaue Festlegung trifft. Lediglich die heute nicht mehr g\u00fcltige DIN 18156 Teil 2 - Stoffe f\u00fcr kerami- sche Bekleidungen im D\u00fcnnbettverfahren hatte f\u00fcr eine Fliesenverlegung im \u201eFloating-Verfahren\u201c eine Kontakt \u00e4che zwischen Kleber und Fliese von 65% im Laborversuch gefordert. Die besagte Norm wurde aber bereits durch die DIN EN 12004 ersetzt, in der es diesen Hinweis nicht mehr gibt. Zudem bezieht sich die Norm ausschlie\u00dflich auf Pr\u00fcfungen im Labor. Die Erfahrung zeigt, dass eine absolut hohlraumfreie Verlegung nicht realisierbar ist und eine solche For- derung unrealistisch ist. Als Richtwert wird in Fach- kreisen h\u00e4u g eine Bettung von mindestens 90% im Buttering-Floating-Verfahren genannt, die auch als praxisgerecht anzu-<\/p><p>sehen und auf der Baustelle umsetzbar ist. Dieser Ansatz wurde im praxisge- rechten Laborver- such auch best\u00e4tigt.<\/p><div class=\"page\" title=\"Page 4\"><div class=\"section\"><div class=\"layoutArea\"><div class=\"column\"><p>Zusammenfassend k\u00f6nnen einige wichtige Feststell\u00ad ungen gemacht werden:<\/p><p>1. Lediglich eine d\u00fcnne Kratzspachtelung auf der Fliesenr\u00fcckseite aufzutragen, reicht in vielen F\u00e4llen nicht aus. Gerade, wenn die Fliesenr\u00fcckseite unpro\u00ad liert ist, hat diese Vorgehensweise nahezu keinen Ein uss auf die Voll \u00e4chigkeit der Kleberbettung bzw. die Anhaftung der Fliesen am Untergrund. Sollte die Fliesenr\u00fcckseite nur glatt abgespachtelt werden, wie dies h\u00e4u g bei kleineren Formaten praktiziert wird, sollte auf einen ausreichend dicken Kleberauftrag geachtet werden. Wenn keine ausreichende Kleber\u00ad menge unter der Fliese vorhanden ist, k\u00f6nnen Hohl\u00ad r\u00e4ume nicht zielsicher reduziert werden.<\/p><p>2. Es hat sich gezeigt, dass die Ergebnisse erheblich verbessert werden k\u00f6nnen, wenn die Fliesen unter Druck diagonal in das Kleberbett eingeschoben wer\u00ad den. Das baustellen\u00fcbliche \u201eEinwackeln\u201c der Fliesen in das Kleberbett oder der Einsatz eines Gummiham\u00ad mers erzielten merklich schlechtere Resultate, da die eingeschlossene Luft unter den Fliesen nicht heraus\u00ad gedr\u00fcckt werden kann.<\/p><p>3. Gro\u00dfe Fliesenformate, gerade die \u00fcber 60 cm Kantenl\u00e4nge, werden sicherer verlegt, wenn der Kle\u00ad berauftrag auf dem Untergrund sowie der Fliesen\u00ad r\u00fcckseite parallel erfolgt. Diese Herangehensweise ist insbesondere bei den heutigen, d\u00fcnnschichtigen \u201eSuperformaten\u201c als \u00e4u\u00dferst wichtig anzusehen, da die Fliesen aufgrund ihrer Gr\u00f6\u00dfe nicht mehr in das Kleberbett eingeschoben werden k\u00f6nnen, sondern stattdessen lediglich angepresst werden. Fest steht, dass eine weitestgehend hohlraumfreie Kleberbet\u00ad tung mit steigendem Fliesenformat schwieriger her\u00ad zustellen ist, als bei Kleinformaten.<\/p><div class=\"page\" title=\"Page 4\"><div class=\"section\"><div class=\"layoutArea\"><div class=\"column\"><p>4. Bei einem im 90\u00b0 Winkel versetztem Kleberauftrag zeigten die Verlegeversuche, dass das kombinierte Ver\u00ad fahren auch deutliche Hohlr\u00e4ume bilden kann. Mit der Folge, dass sich, bezogen auf die Fl\u00e4che der Fliese, auch die Haftungskr\u00e4fte reduzieren. Diese Technik ist daher abzulehnen.<\/p><p>5. Die Verwendung ausreichend gro\u00dfer Zahnkellen ist f\u00fcr eine m\u00f6glichst hohlraumfreie Bettung obligato\u00ad risch. Im Zweifel emp ehlt es sich, zur gr\u00f6\u00dferen Zahn\u00ad kelle zu greifen.<\/p><p>Die Versuche zeigten positive Effekte bei der Verwen\u00ad dung unterschiedlicher Zahngr\u00f6\u00dfen auf Plattenr\u00fcck\u00ad seite und Untergrund. Somit kann verhindert werden, dass die Kleberstege im ung\u00fcnstigsten Fall direkt \u00fcber\u00ad einander stehen und die Anhaftung der Fliese dann nur ca. 50% betr\u00e4gt. Die kleinere Zahnung sollte dabei auf der Fliesenr\u00fcckseite aufgezogen werden, wodurch eine Gewichtsreduzierung der Platten bei der Verlegung her\u00ad vorgerufen wird. Die Wahl der richtigen Zahnspachtel liegt im Verantwortungsbereich des Fliesenlegers und muss von Fall zu Fall, in Abh\u00e4ngigkeit der Fliesen\u00ad und Untergrundbeschaffenheit, immer wieder aufs Neue gepr\u00fcft und ggf. angepasst werden.<\/p><p>6. Flie\u00dfbettm\u00f6rtelschaffenaufgrundihrerKonsistenz eine Bettung mit vergleichsweise geringerem Hohl\u00ad raumanteil bei Anwendung im Floating\u00adVerfahren, k\u00f6n\u00ad nen aber gerade in Schwimmb\u00e4dern, in Au\u00dfenberei\u00ad chen und bei gro\u00dfen Formaten das Buttering\u00adFloating\u00ad Verfahren nicht ersetzen! Trotzdem leisten sie einen wertvollen Beitrag im Hinblick auf eine Erleichterung der Verlegung. Insofern f\u00fchren bei Bodenverlegungen D\u00fcnnbettm\u00f6rtel mit Flie\u00dfbetteigenschaften, in Kombi\u00ad nation mit einem ad\u00e4quaten Buttering\u00adFloating\u00adVer\u00ad fahren, zu einer hochwertigen und sicheren Verlegung.<\/p><\/div><\/div><\/div><\/div><p>\u00a0<\/p><\/div><\/div><\/div><\/div><p>\u00a0<\/p><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"project_category":[51],"project_tag":[120,119,117,82,85,80,118,88,81],"class_list":["post-1850","project","type-project","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","project_category-fliesen-verlegen","project_tag-bau","project_tag-buttern-floating","project_tag-fliese","project_tag-fliesenkleber","project_tag-fliesenleger","project_tag-fliesenverlegung","project_tag-grundierung","project_tag-profi","project_tag-sopro"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/rudolph-richter.de\/fliesenhandel\/wp-json\/wp\/v2\/project\/1850","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/rudolph-richter.de\/fliesenhandel\/wp-json\/wp\/v2\/project"}],"about":[{"href":"https:\/\/rudolph-richter.de\/fliesenhandel\/wp-json\/wp\/v2\/types\/project"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rudolph-richter.de\/fliesenhandel\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rudolph-richter.de\/fliesenhandel\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1850"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/rudolph-richter.de\/fliesenhandel\/wp-json\/wp\/v2\/project\/1850\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2087,"href":"https:\/\/rudolph-richter.de\/fliesenhandel\/wp-json\/wp\/v2\/project\/1850\/revisions\/2087"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rudolph-richter.de\/fliesenhandel\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1902"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/rudolph-richter.de\/fliesenhandel\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1850"}],"wp:term":[{"taxonomy":"project_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/rudolph-richter.de\/fliesenhandel\/wp-json\/wp\/v2\/project_category?post=1850"},{"taxonomy":"project_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/rudolph-richter.de\/fliesenhandel\/wp-json\/wp\/v2\/project_tag?post=1850"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}